Weitere Beiträge in den LAMBDA-Nachrichten

Unpopuläre Entscheidung auf den EuGH abgewälzt

Am 5. Juni 2018 entschied der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) in einem rumänischen Fall, dass der Begriff „Ehegatte“ in der EU-Freizügigkeitsrichtlinie auch gleichgeschlechtliche EhegattInnen umfasst. In der Ausgabe 1/2018 berichtete ich im Vorfeld über diese Rechtssache und antizipierte – zu Recht – eine positive Entscheidung. Ich relativierte auch die mediale Übertreibung, dass es sich hier um eine neue historische Errungenschaft handeln würde – es ging ausschließlich darum, bestehendes EU-Recht auch in Rumänien durchzusetzen.

In dankbarer Erinnerung – Gudrun Hauer 1953–2015

Im November 2015 verstarb Gudrun Hauer, langjährige HOSI-Wien-Mitstreiterin und Co-Chefredakteurin der LAMBDA-Nachrichten. In einem Nachruf in den LN 5/2011 habe ich – gemeinsam mit anderen AutorInnen – ihre herausragende Arbeit und großen Verdienste in der lesbisch-schwulen Emanzipationsbewegung gewürdigt.

Helga Pankratz 1959–2014 – Ein Leben für die Sichtbarkeit

Am 27. Jänner 2014 starb Helga Pankratz, die sich über 30 Jahre unermüdlich für die HOSI Wien engagiert hatte, an Krebs. Sie hatte u. a. die HOSI-Wien-Lesbengruppe 1981 mitgegründet, ebenso die Jugendgruppe zwei Jahre später. Für die ausführliche Würdigung von Helgas Verdiensten in der LN-Ausgabe 1/2014 habe ich einen Nachruf verfasst.

Ergebnisse der EU-weiten LSBT-Studie präsentiert: Diskriminierung nach wie vor ein massives Problem

2012 führte die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) eine Studie über die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgenderpersonen in allen 27 EU-Staaten sowie Kroatien durch. Ich war einer der nationalen ExpertInnen, die die FRA dabei beraten und unterstützt haben. In den LN 3/2013 fasse ich die Ergebnisse zusammen, die am 17. Mai 2013 in Den Haag präsentiert wurden.

Religionen wittern Morgenluft – Kirchen in die Schranken weisen!

Die HOSI Wien sieht im wachsenden Einfluss der Kirchen und Religionen auf die Politik die größte Bedrohung für die Menschenrechte von Lesben und Schwulen und hat daher begonnen, diesen Tendenzen seitens sämtlicher Religionsgemeinschaften verstärkt entgegenzutreten. Über diese Aktivitäten habe ich in der Ausgabe 5/2012 berichtet.

Budapest Pride ein voller Erfolg

Nach den gewalttätigen Protesten beim Budapest Pride im Jahr zuvor wurde die Parade 2009 durch ein massives Polizeiaufgebot geschützt. Nach der Parade wurden die AktivistInnen mit Sonder-U-Bahnzügen weggebracht, die beiden Busse mit rund 100 TeilnehmerInnen aus Wien von der Polizei mit Blaulicht zur Autobahn eskortiert. In jeder Hinsicht eine denkwürdige Erfahrung, über die ich in den LN 5/2009 ausführlich berichte (mehr Fotos übrigens beim Zeitreise-Eintrag für den 5. 9. 2009).

KZ-Experimente an Schwulen: Schicksal des SS-Arztes Carl Værnet geklärt

Der dänische SS-Arzt Carl Værnet führte im KZ-Buchenwald Experimente an homosexuellen Häftlingen durch. Er wollte sie durch Hormonbehandlung von ihrer Homosexualität heilen. Nach Kriegsende gelang ihm die Flucht nach Argentinien. 1999 schlug die Affäre hohe Wellen in Dänemark. Journalisten begannen in den Archiven zu stöbern. Ich fasste in den LN 1/2000 den Stand des Wissens zusammen. Zwei Jahre später erschien ein Buch über den Fall, das ich 2004 ins Deutsche übersetzte.

Zurüstungen für eine schwul/lesbische Sprachlichkeit

Einige damals aktuelle und mitunter als problematisch empfundene Tendenzen in der Aktualisierung von Lesben- und Schwulensprache haben die LN in ihrer Ausgabe 3/1997 zum Anlass genommen, sich mit diesen sprachlichen Phänomenen eingehender auseinanderzusetzen und ihnen einen eigenen Schwerpunkt zu widmen. Ich war einer von drei LN-MitarbeiterInnen, die dafür Beiträge beigesteuert haben.