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Website und Blog von Kurt Krickler

Pionier, Querdenker und Veteran der
Schwulen- und Lesbenbewegung

Willkommen

Willkommen auf meiner Website, die ich mir anlässlich meines „Dienstjubiläums“ „40 Jahre Engagement in der Schwulen- und Lesbenbewegung“ und meines 60. Geburtstags im April 2019 zum Geschenk gemacht habe.

Mehr über Zweck und Motivation:

Resümee zum Jubiläum:

Lobbying

Mein vier Jahrzehnte währendes Engagement in der Schwulen- und Lesbenbewegung ist – sieht man von der publizistischen Tätigkeit ab – in erster Linie von politischem Lobbying geprägt. In Österreich ging es u. a. um fünf große Themen: die Strafrechtsreform, den gesetzlichen Diskriminierungsschutz, die eingetragene Partnerschaft und Ehe für alle, die Anerkennung der homosexuellen NS-Opfer und den Kampf gegen HIV/AIDS. Auf internationaler Ebene war ich für die ILGA und ILGA-Europe in das Lobbying bei KSZE/OSZE, Europarat, EU und UNO involviert.

Aktionismus

Bei allem ernsthaften Lobbying durfte das – mir stets sehr wichtige – Lustprinzip nie zu kurz kommen. Und das konnte ich – allein oder mit Gleichgesinnten – immer wieder ausleben und befriedigen: ob Protest bei einer Gerichtsverhandlung wegen des Werbeverbots, ob Flugblatt-Abwurf von der Besuchergalerie des Parlaments, ob Outing von vier Bischöfen oder das Besetzen eines Ministerbüros oder einer Botschaft. Diese direct actions waren zudem stets sehr öffentlichkeitswirksam.

LAMBDA-Nachrichten

Kurts Kommentar LN 3/1993

1993 ist wieder ein wichtiges Jahr für die internationalen Aktivitäten der HOSI Wien. Sie richtet nicht nur die seit 1987 jährlich stattfindende ILGA-Regionalkonferenz für Ost- und Südosteuropa in Wien aus, sondern engagiert sich auch im Rahmen der ebenfalls in Wien stattfindenden UNO-Menschenrechtskonferenz. Anlass genug, die internationale Perspektive zu beleuchten.

Que(e)rschuss LN 2/2009

Der „Club 2“ am 4. März 2009 zum Thema „Schwule und Lesben – noch immer Menschen zweiter Klasse?“ ist langweilig und einseitig aufs Thema „Homo-Ehe“ fokussiert – als ob es der alleinige Nabel der lesbisch/schwulen Welt wäre. Meine TV-Kritik ist daher eher ein Verriss.

Que(e)rschuss LN 5/2014

Mein Beitrag über das Gendern mit Unterstrich und Sternchen löst eine Debatte aus, die auch in der LN-Ausgabe 1/2015 ihren Niederschlag findet.

Kurts Kommentar LN 2/2004

Heftige Urteilsschelte wegen der negativen Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs in der Beschwerde von Schalk & Kopf gegen das Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare. Nach Ansicht des VfGH ist es nicht verfassungswidrig. 14 Jahre später kommt es zum Gesinnungswandel, und er schließt sich meiner Meinung an!

Kurts Kommentar LN 4/1999

Bei der Nationalratswahl 1999 gewinnt die FPÖ für den rechten Block elf Mandate hinzu, die ÖVP stagniert bei 52 Mandaten und wird erstmals in der Geschichte nur drittstärkste Partei. Doch Wolfgang Schüssels Schicksal scheint es zu sein, ständig zu verlieren, aber dadurch immer stärkeren politischen Einfluss zu gewinnen – ein weiteres Paradoxon der österreichischen Innenpolitik. Er wird Bundeskanzler.

Kurts Kommentar LN 3/1996

Meine Frustration über die Untätigkeit der SPÖ im Bund schwappt 1996 auf die Gemeinderatswahl in Wien über, wo eine Koalition mit der homophoben ÖVP droht. Mein publizistischer Bannstrahl trifft den offen schwulen SPÖ-Kandidaten Heinz Miko. Meine Kritik richtet sich indes nicht gegen Heinz persönlich. Sie tut mir dennoch in ihrer Schärfe später leid.

Hier werden sechs zufällig ausgewählte Kommentare aus über 100 in den Jahren 1987 bis 2018 erschienenen Kolumnen aus den LAMBDA-Nachrichten angezeigt.

Zeitleiste

Eine Reise durch (meine) vier Jahrzehnte Lesben- und Schwulengeschichte mit keinesfalls allen, aber durchaus repräsentativen Stationen. 

Aktuelle Blog-Beiträge

Weg mit den Kreuzen in öffentlichen Räumen!

Für mich als schwulen Atheisten ist das Kreuz zuallererst Symbol der jahrhundertelangen Verfolgung und Unterdrückung von Lesben und Schwulen. Das Kreuz hat – genauso wie andere religiöse Symbole – in öffentlichen Räumen, wie Gerichtssälen, Krankenzimmern in öffentlichen Spitälern oder Schulen nichts verloren!

Levelling-up: Weiterhin türkiser Still- und Widerstand

Die ÖVP sabotiert weiterhin ein Levelling-up im Gleichbehandlungsrecht. Mit ihren üblichen windigen Methoden versucht sie, uns hinzuhalten. Das wurde einmal mehr klar beim LSBTIQ-Community-Treffen, zu dem die offen homosexuellen Abgeordneten EWA ERNST-DZIEDZIC (Grüne) und Nico Marchetti (ÖVP) am 30. Jänner 2020 ins Palais Epstein geladen hatten. So wird das wohl heuer wieder nichts mit einer Teilnahme der Jungen ÖVP an der Regenbogenparade!

40 Jahre HOSI Wien

Heute vor 40 Jahren, am 29. Jänner 1980, wurde die HOSI Wien gegründet. Selbstverständlich Anlass genug für mich, dazu einen Beitrag auf meinem Blog zu verfassen. Leider hat es die derzeitige Führung des Vereins nicht geschafft, dieses Jubiläum durch eine entsprechende Veranstaltung zu würdigen. Traurig und peinlich, eine Blamage und echte Schande! Denkt man an die Veranstaltungsreihen, Sonderprojekte und Publikationen oder die spektakulären und glamourösen Festakte im Parlament bzw. im Rathaus vor 20, 15, zehn oder fünf Jahren...

Zehn Jahre eingetragene Partnerschaft – von der Weitsicht der HOSI Wien

Vor zehn Jahren wurde die eingetragene Partnerschaft in Österreich eingeführt. Es war ein sehr kurzes Zeitfenster, das sich damals auftat und genutzt werden musste. Es sollte sehr schnell wieder zugehen und hätte sich bis heute wohl nicht mehr geöffnet. Umso bedeutsamer war es, dass sich die HOSI Wien damals gegen den Rest der Bewegung und die Grünen durchgesetzt hat. Die Geschichte hat der HOSI Wien inzwischen recht gegeben – sie hat auf allen Linien gesiegt.